Kanzlei-Karriere

Bezahltes Interview

Steuerfachangestellte*r: Ein attraktiver Ausbildungsberuf mit Zukunft

Viele Schülerinnen und Schüler stehen heute vor einer kaum überschaubaren Auswahl an Ausbildungswegen – und wissen oft nicht, wie sich einzelne Berufe im Alltag wirklich anfühlen. Gerade der Beruf Steuerfachangestellte*r wird dabei häufig unterschätzt oder von alten Vorurteilen begleitet.

Kanzlei-Karriere hat mit Julia Brömmel von Geuting Vornholt Feldhaus & Partner gesprochen, um einzuordnen, wie modern, sicher und entwicklungsstark dieser Karriereweg heute tatsächlich ist. Und worauf es bei der Wahl eines guten Ausbildungsbetriebs ankommt.

Hallo Frau Brömmel - Schön, Sie heute hier im Interview begrüßen zu können

Kanzlei-Karriere: Frau Brömmel, viele Schülerinnen und Schüler fühlen sich heute von den vielen Berufsmöglichkeiten eher überfordert als orientiert. Wie erleben Sie das?

Julia Brömmel: Das beobachten wir sehr häufig. Viele junge Menschen hören von unzähligen Studiengängen und Ausbildungswegen, bekommen aber kaum ein realistisches Bild vom Arbeitsalltag. Der Beruf Steuerfachangestellte*r taucht dabei oft gar nicht richtig auf dem Radar auf – obwohl er sehr solide Perspektiven bietet.

Wer sich näher damit beschäftigt, merkt meist schnell: Das hat mit den alten Klischees wenig zu tun.

"KI nimmt Routine-Aufgaben ab, ersetzt aber keine qualifizierten Fachkräfte"

Kanzlei-Karriere: Welche Klischees begegnen Ihnen am häufigsten?

Julia Brömmel: Klassiker sind „staubige Aktenordner“ oder monotone Büroarbeit. Dazu kommt heute die Sorge, dass KI den Beruf irgendwann ersetzt. Beides passt so nicht mehr zur Realität moderner Kanzleien.

Die Arbeit ist heute stark digital geprägt, strukturiert und fachlich anspruchsvoll. Und KI wirkt vor allem unterstützend. Sie nimmt Routine ab, ersetzt aber keine qualifizierten Fachkräfte.

Kanzlei-Karriere: Für viele junge Leute ist Zukunftssicherheit ein entscheidender Faktor. Wie schätzen Sie die Perspektiven ein?

Julia Brömmel: Die Perspektiven sind nicht nur stabil, sondern seit Jahren klar wachsend. Steuerliche und rechtliche Beratung wird dauerhaft gebraucht – und durch zunehmende Komplexität sogar eher mehr als weniger. Entsprechend hoch ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften.

Für Auszubildende bedeutet das konkret: Wer seine Ausbildung engagiert durchläuft, hat in der Regel sehr gute Übernahme- und Entwicklungschancen. Auch wir bei Geuting Vornholt Feldhaus & Partner setzen bewusst auf den eigenen Nachwuchs und bauen junge Talente langfristig auf.

Hinzu kommt: Unsere Kanzlei besteht seit 1975, ist in der Region fest etabliert und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Das gibt zusätzliche Sicherheit für alle, die hier ihren beruflichen Weg starten möchten.

Steuerberatung ist eine attraktive Zukunftsbranche, die viele nicht auf dem Radar haben

Kanzlei-Karriere: Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Einkommen. Wie ordnet sich der Beruf hier ein?

Julia Brömmel: Die Verdienstperspektiven sind im Vergleich zu vielen klassischen kaufmännischen Ausbildungsberufen überdurchschnittlich. Insbesondere mit wachsender Erfahrung und Qualifikation. Schon erfahrene Steuerfachangestellte können Gehaltsniveaus erreichen, die in anderen kaufmännischen Laufbahnen oft erst deutlich später möglich sind.

Wer sich weiterentwickelt, etwa zum Steuerfachwirt oder Steuerberater, erschließt sich zusätzlich sehr attraktive Einkommensstufen. Wir unterstützen diesen Weg bei Geuting Vornholt Feldhaus & Partner bewusst umfassend: finanziell, zeitlich und mit persönlicher Begleitung im Alltag.

Für engagierte Nachwuchskräfte entsteht so eine fachlich wie wirtschaftlich sehr interessante Entwicklungsperspektive.

Ein Umfeld, das Ausbildung ernst nimmt und Entwicklung möglich macht

Kanzlei-Karriere: Was unterscheidet Geuting Vornholt Feldhaus & Partner als Ausbildungsbetrieb von anderen Kanzleien?

Julia Brömmel: Mehrere Punkte. Zum einen arbeiten wir interdisziplinär in Steuerberatung, Rechtsberatung und Notariat. Auszubildende bekommen dadurch Einblicke in Zusammenhänge, die in rein steuerlichen Kanzleien oft verborgen bleiben.

Zum anderen legen wir großen Wert auf Struktur. Unsere Prozesse sind TÜV-geprüft und klar standardisiert. Das sorgt gerade in der Ausbildung für Orientierung und vermeidet Verwirrung, wenn man mit unterschiedlichen Ansprechpartnern arbeitet.

Kanzlei-Karriere: Viele junge Menschen wünschen sich heute auch ein gutes Arbeitsumfeld und echte Work-Life-Balance. Wie ist das bei Ihnen geregelt?

Julia Brömmel: Sehr bewusst. Wir sind überzeugt, dass gute Arbeit nur in einem stabilen Umfeld entsteht. Überstunden sind bei uns selten, es gibt flexible Arbeitszeiten, 30 Tage Urlaub sowie zusätzliche freie Zeiten am Geburtstag, an Heiligabend und Silvester.

Freitags endet der Arbeitstag bereits um 13 Uhr. Dazu kommen Zusatzleistungen wie betriebliche Altersvorsorge, E-Bike-Leasing, Tankgutschein, eGym Wellpass und auch gemeinsame Erlebnisse wie VIP-Tickets für Bundesliga-Volleyball.

Entscheidend ist aber das Miteinander: Bei uns arbeitet niemand isoliert oder unter Dauerstress.

Kanzlei-Karriere: Wie würden Sie die Teamkultur beschreiben, gerade für Auszubildende?

Julia Brömmel: Sehr persönlich und unterstützend. Unsere Führungskräfte verstehen sich als Teil des Teams und sind jederzeit ansprechbar. Neue Kolleginnen und Kollegen werden strukturiert eingearbeitet und bekommen feste Ansprechpartner.

Auch unter den Mitarbeitenden ist die Hilfsbereitschaft groß. Gerade Auszubildende merken schnell, dass sie hier nicht allein gelassen werden, sondern Schritt für Schritt wachsen können.

Kanzlei-Karriere: Welche Rolle spielt die Digitalisierung konkret in Ihrer Kanzlei?

Julia Brömmel: Digitalisierung ist bei uns ein zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit. Geuting Vornholt Feldhaus & Partner gehört zu den am weitesten digitalisierten Kanzleien in der Region. Unsere Prozesse sind durchgängig digital gedacht und werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Ein besonderer Baustein ist unser eigenes Digitalteam, das regelmäßig neue Lösungen prüft und gezielt implementiert, wenn sie die Arbeit für das Team sinnvoll erleichtern.

Für Auszubildende bedeutet das: Sie arbeiten von Anfang an mit modernen Anwendungen und klar strukturierten digitalen Prozessen – und werden selbstverständlich fundiert in alle Systeme eingearbeitet. Das schafft Sicherheit im Alltag und macht den Beruf gleichzeitig deutlich zukunftsfester.

Im Ausbildungsreport 2025 steht der Beruf Steuerfachangestellte*r auf Platz 1

Kanzlei-Karriere: Der Ausbildungsreport 2025 des DGB sieht den Beruf Steuerfachangestellte*r bei der Zufriedenheit der Azubis auf Platz 1. Überrascht Sie das?

Julia Brömmel: Nein, das passt gut zu unseren Erfahrungen. Die Kombination aus klaren Strukturen, fachlicher Entwicklung und vergleichsweise geringen Überstunden kommt bei vielen jungen Menschen gut an.

Wer einen kaufmännischen Ausbildungsberuf mit überdurchschnittlichen Rahmenbedingungen und klaren Zukunftsperspektiven sucht, trifft hier eine gute Wahl.

Kanzlei-Karriere: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Brömmel.

Julia Brömmel: Sehr gerne.

Geschrieben von Hannah Schmidt

Hannah gehört zur Redaktion von Kanzlei-Karriere® und dem Deutschen Institut für Steuerberufe®. Sie hat zuvor Erfahrung im Medienbereich gesammelt.

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