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Was „Roser“ als Arbeitgeber auszeichnet
Roser gehört zu den größeren unabhängigen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und ist heute an vier Standorten vertreten. Mehr als 110 Mitarbeiter beraten mittelständische und teilweise börsennotierte Unternehmen in den Bereichen Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung.
Was Roser als Arbeitgeber auszeichnet, warum fachlicher Anspruch und Arbeiten ohne Ellenbogenmentalität gut zusammenpassen und welche Möglichkeiten die interdisziplinäre Ausrichtung Mitarbeitern eröffnet, darüber sprechen wir mit Timo Vahsen, Steuerberater und Mitglied der Geschäftsführung bei Roser.
Hallo Herr Vahsen - Danke, dass Sie uns heute wertvolle Einblicke in Ihre Kanzlei geben
Kanzlei-Karriere: Herr Vahsen, wie würden Sie Roser jemandem beschreiben, der die Kanzlei bisher noch nicht kennt?
Timo Vahsen: Roser ist eine mittelständisch geprägte Beratung mit Standorten in Hamburg, Leipzig, Osnabrück und Dresden. Fachlich bewegen wir uns dabei häufig in Themen und Mandaten, die man eher bei deutlich größeren Beratungsgesellschaften vermuten würde. Zu unseren Mandanten gehören große mittelständische und zum Teil börsennotierte Unternehmen, die wir teilweise schon seit vielen Jahren begleiten. Gleichzeitig ist uns ein direkter, unkomplizierter und persönlicher Umgang miteinander bis heute wichtig geblieben.
Unser Anspruch ist, fachlich sehr gute Arbeit zu leisten, ohne eine Kultur zu schaffen, die von Hierarchien, internem Wettbewerb oder Renditedruck geprägt ist. Genau diese Verbindung beschreibt Roser aus meiner Sicht ziemlich gut.
„Fachlich sehr gute Arbeit und ein persönliches, unkompliziertes Miteinander schließen sich für uns nicht aus.“
Timo Vahsen: Sicherlich der hohe fachliche Anspruch in Kombination mit sehr viel Freiheit und Eigenverantwortung. Unsere Mitarbeiter sollen nicht einfach Vorgaben abarbeiten, sondern mitdenken, eigene Ideen entwickeln und ihre fachliche Meinung einbringen.
Dabei arbeiten wir bewusst mit flachen Strukturen. Die Geschäftsführer sitzen nicht irgendwo weit entfernt vom Tagesgeschäft, sondern arbeiten selbst in den Projekten mit. Wenn eine komplexe Fragestellung auftaucht, diskutieren wir sie miteinander – unabhängig davon, wer welchen Titel trägt oder wie lange jemand schon bei uns arbeitet.
Und wir haben keinen Spezialisierungszwang. Wer sich für unterschiedliche steuerliche Themen interessiert, soll diese Breite auch behalten können. Natürlich entwickeln sich im Laufe der Zeit individuelle Schwerpunkte, aber niemand muss bei uns über Jahre nur einen sehr kleinen Ausschnitt des Steuerrechts bearbeiten.
„Unsere Mitarbeiter sollen mitdenken, eigene Ideen entwickeln und ihre fachliche Meinung einbringen.“
Timo Vahsen: Unsere Mandanten bringen regelmäßig Fragestellungen mit, für die es eben keine fertige Standardantwort gibt. Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darin, steuerliche Sachverhalte wirklich zu durchdringen, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zu bewerten und daraus eine Lösung zu entwickeln, die auch unternehmerisch sinnvoll ist.
Das kann eine steuerliche Strukturierung sein, eine Umorganisation innerhalb einer Unternehmensgruppe, ein komplexes internationales Thema oder auch eine Auseinandersetzung mit der Finanzverwaltung.
Spannend ist dabei, dass unsere Mandanten Empfehlungen häufig tatsächlich umsetzen. Man erstellt also nicht nur eine Analyse oder ein Konzept, sondern erlebt anschließend auch, wie die eigene Arbeit in der Praxis wirkt.
„Wir wollen steuerliche Sachverhalte wirklich durchdringen und unternehmerisch sinnvolle Lösungen entwickeln.“
Timo Vahsen: Sehr pragmatisch. Natürlich gibt es unterschiedliche Erfahrungsstufen und Verantwortlichkeiten. Aber daraus machen wir im täglichen Umgang keine künstlichen Hierarchien. Wenn jemand eine gute Idee hat oder einen Sachverhalt anders beurteilt, dann soll er das sagen – egal, ob Berufseinsteiger oder langjähriger Berufsträger. Gerade im Steuerrecht lebt gute Beratung schließlich davon, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Dinge auch einmal kritisch zu diskutieren.
Unsere Geschäftsführer arbeiten wie gesagt selbst fachlich mit und sind dadurch sehr nah an den Projekten und am Team. Man muss also nicht mehrere Ebenen überwinden, wenn man eine Frage hat oder eine Entscheidung braucht. Vieles lässt sich direkt und unkompliziert klären.
Timo Vahsen: Viele unternehmerische Fragestellungen lassen sich heute ohnehin nicht sauber nach einzelnen Disziplinen trennen. Bei einer Umstrukturierung beispielsweise spielen häufig steuerliche, gesellschaftsrechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte gleichzeitig eine Rolle.
Für unsere Mitarbeiter bedeutet das nicht, dass jeder plötzlich alles können muss. Aber man bekommt Einblicke in angrenzende Themen und arbeitet je nach Mandat mit Kollegen aus anderen Fachbereichen zusammen. Dadurch entwickelt man ein besseres Verständnis für das Gesamtbild und sieht, welche Auswirkungen die eigene steuerliche Empfehlung an anderer Stelle haben kann. Gerade für Menschen, die neugierig sind und gerne über den eigenen fachlichen Tellerrand schauen, macht das die Arbeit abwechslungsreich.
„Niemand muss bei uns alles können – aber der Blick über den eigenen fachlichen Tellerrand gehört für uns dazu.“
Timo Vahsen: Der Austausch ist für uns zentral. Bei mehr als 40 Berufsträgern gibt es sehr viel Wissen und Erfahrung im Unternehmen – und davon soll nicht nur derjenige profitieren, der zufällig gerade mit einem bestimmten Kollegen zusammenarbeitet.
Deshalb tauschen wir uns regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und konkrete fachliche Fragestellungen aus. Dazu kommen interne und externe Weiterbildungen sowie digitale Wissens-, Schulungs- und Rechercheangebote wie Taxflix und Haufe.
Mindestens genauso wichtig ist aber der informelle Austausch im Alltag. Wenn man bei einem komplexen Thema nicht weiterkommt oder eine zweite Meinung möchte, findet sich eigentlich immer jemand, mit dem man den Sachverhalt diskutieren kann. Gerade bei anspruchsvoller Beratung ist dieses fachliche Sparring enorm wertvoll.
Timo Vahsen: Wir sind der Überzeugung, dass sehr gute fachliche Arbeit nicht davon abhängt, möglichst viele Stunden im Büro zu verbringen. Wer Steuerberater, erfahrene Steuerfachkraft, Steuer- oder Prüfungsassistent ist, kann seinen Arbeitstag in aller Regel sehr gut selbst organisieren. Deshalb arbeiten wir mit Vertrauensarbeitszeit und ermöglichen bis zu drei Tage Homeoffice pro Woche, nach Absprache auch mehr. Wenn Überstunden entstehen, werden sie erfasst und entweder durch Freizeit oder finanziell ausgeglichen.
Am Ende zählt für uns, dass die Arbeit sorgfältig und zuverlässig erledigt wird und unsere Mandanten eine sehr gute Beratung bekommen. Wie jemand seinen Arbeitsalltag innerhalb dieses Rahmens organisiert, möchten wir nicht unnötig reglementieren.
„Sehr gute fachliche Arbeit hängt für uns nicht davon ab, möglichst viele Stunden im Büro zu verbringen.“
Timo Vahsen: Gut zu uns passen Menschen, die fachlich neugierig sind und Lust darauf haben, sich auch mit schwierigen Fragestellungen intensiv auseinanderzusetzen. Man sollte gerne eigenständig denken, Verantwortung übernehmen und seine Meinung vertreten – gleichzeitig aber auch offen für andere Sichtweisen sein und gerne im Team arbeiten.
Wer dagegen möglichst klare Vorgaben für jeden Arbeitsschritt erwartet oder eigentlich gar kein Interesse daran hat, sich fachlich weiterzuentwickeln, wird sich bei uns wahrscheinlich weniger wohlfühlen.
Uns ist wichtig, dass jemand fachlich zu uns passt. Mindestens genauso entscheidend ist aber das Menschliche. Wir verbringen viel Zeit miteinander und wollen uns deshalb auch darauf verlassen können, respektvoll, unkompliziert und mit einer gewissen Portion Humor zusammenzuarbeiten.
Timo Vahsen: Für mich ist es vor allem die Kombination aus den Menschen und den fachlichen Möglichkeiten. Auch nach vielen Jahren begegnen uns immer wieder Fragestellungen, bei denen man neu denken, diskutieren und gemeinsam eine Lösung entwickeln muss. Das macht Steuerberatung für mich spannend.
Gleichzeitig arbeiten hier viele Menschen, mit denen ich nicht nur fachlich gerne zusammenarbeite. Trotz unseres Wachstums haben wir uns einen direkten und persönlichen Umgang bewahrt. Man kann anspruchsvolle Themen sehr ernsthaft diskutieren und fünf Minuten später gemeinsam lachen.
Diese Mischung aus fachlichem Anspruch, Eigenverantwortung und einem entspannten Miteinander ist etwas, das ich an Roser sehr schätze.
Geschrieben von Hannah Schmidt
Hannah gehört zur Redaktion von Kanzlei-Karriere® und dem Deutschen Institut für Steuerberufe®. Sie hat zuvor Erfahrung im Medienbereich gesammelt.
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