
5 Anzeichen, dass die OPOS-Klärung wirklich stabil läuft
Heute will ich mit dir über Hygiene sprechen – Buchhaltungshygiene. Genauer gesagt über die OPOS-Klärung. Du kennst das: Du buchst die Bank, und da sind sie wieder, diese Zahlungen ohne Beleg, die Teilzahlungen ohne Zuordnung oder die Gutschriften, die „irgendwo“ verrechnet wurden. Wenn man diese Punkte nicht sofort klärt, wächst die OPOS-Liste zu einem unüberschaubaren Berg an, der spätestens bei der Bilanzvorbereitung für Überstunden sorgt.
In einer prozessstarken Kanzlei ist OPOS kein Projekt für den Dezember, sondern ein Dauerbrenner. Es geht darum, das Kontokorrent so sauber zu halten, dass die Liste der offenen Posten jederzeit die reale wirtschaftliche Situation des Mandanten widerspiegelt. Das schafft nicht nur Vertrauen beim Mandanten, sondern sichert dir einen entspannten Workflow.
Woran du im Alltag erkennst, ob eure OPOS-Klärung wirklich stabil läuft
- Laufende Abstimmung: OPOS-Klärung passiert bei jedem Bankbuchungs-Zyklus, nicht erst nach Quartalsende.
- DATEV-Automatisierung: Ihr nutzt Bankbuchungsassistenten und Lerndateien konsequent, damit Routinezuordnungen fehlerfrei durchlaufen.
- Unterlagen-Stichtag: Es gibt ein festes Datum, bis zu dem Mandanten fehlende Zahlungsbelege nachreichen müssen. Nach diesem Termin wird das Mandat konsequent zur Seite gelegt, statt mit Lücken weiterzuarbeiten.
- Klare Kommentare: Ungeklärte Posten werden nicht einfach „geparkt“, sondern mit einem digitalen Notizzettel am Buchungssatz versehen (wer, was, wann angefordert).
- Bündelung von Rückfragen: Fragen zu offenen Posten gehen nicht einzeln raus, sondern werden einmal im Monat gesammelt an den Mandanten geschickt.
- OPOS-Bereinigung: „Karteileichen“ und Kleinstdifferenzen werden monatlich nach festen Regeln ausgebucht, statt die Liste künstlich aufzublähen.
- Avis-Management: Mandanten werden dazu angehalten, Zahlungsavise digital bereitzustellen, damit komplexe Verrechnungen sofort nachvollziehbar sind.
Zwei typische Einwände, die man oft hört
„Für die monatliche OPOS-Klärung fehlt uns einfach die Zeit.“
„Der Mandant liefert die Infos sowieso nicht rechtzeitig.“
So kannst du es im Gespräch prüfen
- Wie ist die Routine für die OPOS-Klärung bei euch festgelegt? (monatlich/wöchentlich?)
- Welchen Unterlagen-Stichtag habt ihr für Rückfragen zu unklaren Bankzahlungen definiert?
- Wie nutzt ihr die DATEV-Tools (z.B. den Zahlungsverkehr oder Bankassistenten), um die Zuordnung zu beschleunigen?
- Werden OPOS-Listen regelmäßig mit den Mandanten besprochen, um die Qualität des Datenmaterials zu erhöhen?
- Wie dokumentiert ihr Verrechnungen innerhalb des Kontokorrents, damit Kollegen sie sofort verstehen?
Einblicke in eine Kanzlei deiner Region
Du musst dich nicht auf Aussagen verlassen – du kannst es prüfen. Schau dir dazu eine Steuerkanzlei aus deiner Region an und vergleiche sie mit deinen Kriterien.





