
Digitale Belegstrecke statt nur digitalem Chaos
Heute will ich mit dir über den „Flow“ sprechen. Nicht den esoterischen, sondern den im DMS. Du kennst das: Ein Mandant lädt Belege hoch, aber einer ist schief gescannt, der nächste ist eine WhatsApp-Fotografie und der dritte landet im falschen Ordner. Du suchst, du schiebst, du schreibst eine Mail. Am Ende hast du für eine digitale Buchhaltung länger gebraucht als früher für den Pendelordner.
Aber – Digitalisierung ohne Standardisierung ist oft nur „Chaos in Lichtgeschwindigkeit“. Eine digitale Belegstrecke, die wirklich läuft, braucht klare Leitplanken. Sie muss den Beleg vom ersten Upload über die Ablage bis zur Verarbeitung und – ganz wichtig – bis zur Klärung von Rückfragen begleiten, ohne dass du den Prozess verlassen musst.
Woran du im Alltag erkennst, ob eure digitale Belegstrecke wirklich läuft
- Standardisierte Uploads: Mandanten nutzen feste Wege (z. B. DATEV Unternehmen online), statt Belege wild per E-Mail oder Messenger zu schicken.
- Keine manuellen Zwischenschritte: Der Beleg landet automatisch im richtigen DMS-Ordner, ohne dass du ihn händisch umbenennen oder verschieben musst.
- Durchgängigkeit: Du bearbeitest den Beleg am Bildschirm, während er im Hintergrund fest mit dem Buchungssatz verknüpft bleibt.
- Intelligente Vorbelegung: Die Software erkennt Buchungskreise und Beträge so zuverlässig, dass du nur noch die fachliche Kontrolle übernimmst.
- Zentrales Rückfragen-Management: Unklare Belege werden nicht per Einzel-Mail geklärt, sondern gesammelt über ein Kanzlei-Tool oder direkt aus dem System (z. B. DATEV-Nachrichten).
- Transparenter Status: Du siehst sofort, welche Belege noch in der Klärung sind und welche zur Verarbeitung bereitliegen.
- Qualitäts-Feedback: Mandanten bekommen klare Rückmeldung, wenn Belege unleserlich sind, damit die Qualität beim nächsten Mal stimmt.
- Kein Drucken: Ein „Notbehelf“ mit dem Drucker existiert in eurem Prozess schlichtweg nicht mehr.
- Automatisierte OPOS-Verknüpfung: Bankumsätze und Belege finden sich fast wie von selbst, weil die Datenqualität von Anfang an stimmt.
- Feste Zeitfenster: Der Belegfluss ist getaktet, sodass du nicht ständig durch „einzelne Nachzügler“ aus dem Workflow gerissen wirst.
- Zentrale Dokumentation: Alle Rückmeldungen des Mandanten zum Beleg sind direkt am Vorgang gespeichert, nicht in deinem Outlook.
- Einfache Suche: Wenn eine Prüfung ansteht, findest du jeden Beleg inklusive der Klärungshistorie in Sekunden.
Zwei Einwände die man oft hört
„Meine Mandanten sind noch nicht so weit, die schicken lieber Mails.“
„Die Software macht eh immer Fehler, da kann ich es gleich selbst machen.“
So kannst du es im Gespräch prüfen
- Über welche Kanäle kommen Belege bei euch rein und wie werden diese im DMS gebündelt?
- Wie geht ihr mit unleserlichen oder falsch hochgeladenen Belegen prozessual um?
- Welches System nutzt ihr, um Rückfragen zu Belegen zu stellen, ohne in E-Mail-Fluten zu versinken?
- Wie ist sichergestellt, dass die Verknüpfung zwischen Belegbild und Buchungssatz niemals reißt?
- Werden die Mandanten geschult, wie sie die digitale Belegstrecke optimal nutzen können?
- Wie viel Zeit verbringst du durchschnittlich mit dem „Suchen“ oder „Sortieren“ von digitalen Dokumenten?
Einblicke in eine Kanzlei deiner Region
Du musst dich nicht auf Aussagen verlassen – du kannst es prüfen. Schau dir dazu eine Steuerkanzlei aus deiner Region an und vergleiche sie mit deinen Kriterien.




